„Der digitale Humanismus verlangt den konsequenten Abschied vom Paradigma der Maschine. Weder die Natur als Ganze, noch der Mensch sollte als Maschine gedacht werden.“
„Der digitale Humanismus ist darauf gerichtet, die Optionen der Digitalisierung für eine Entlastung von unnötigen Kenntnissen und Rechnereien zu erreichen, um Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das heißt, einen Beitrag zu leisten für eine humanere und gerechtere Zukunft der Menschheit.“
„Der digitale Humanismus hält an den menschlichen Bedingungen verantwortlicher Praxis fest. Er fordert die Ausweitung der Verantwortungszuschreibungen auf die von digitalen Technologien vermittelten Kommunikationen und Interaktionen, er erlaubt es, den eigentlichen Akteuren (und das sind wir Menschen) nicht, sich wegzuducken und auf die vermeintliche Eigengesetzlichkeit digitaler Maschinen ihre Verantwortung abzuwälzen.“
Julian Nida-Rümelin
(Nida-Rümelin/Weidenfeld. Digitaler Humanismus. Piper Verlag 2019)